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Assassin’s Creed Valhalla: Todessprung in die Legenden

Mit Assassin’s Creed Valhalla erscheint am 10. November der nun mehr 12. Haupttitel der weltweit erfolgreichen Meuchelmörderserie, die vor rund 13 Jahren den Grundstein für eine beispiellose Videospielreihe legte. Konzentrierte sich die Serie anfangs vor allem auf die Verstrickung von Geschichte und Fiktion, wendet sich die Reihe heute vor allem dem Mix aus Geschichte und Mythologie zu. Das gefällt nicht allen Spielern und vor allem Fans der ersten Stunde sind zusehends enttäuscht, aber mit Assassin’s Creed Valhalla beweisen die Entwickler, dass dieser Wandel vor allem ein Weg in die Zukunft des Genres darstellt.

Raben, Raubzüge und Rangelei

Wir haben mit Assassin’s Creed schon fast die halbe Welt gesehen. Wir sind über die Dächer Venedigs gestreift, haben Konstantinopel besucht und die Indianer in Nord-Amerika kennengelernt. Wir sind mit Edward Kenway durch die Karibik gesegelt und haben dabei lauthals „Leave her, Johnny, leave her“ gesungen, die Bastille war kein Gefängnis für uns und die großen Philosophen haben unsere Hilfe gebraucht. Nun liegt die Geschichte wieder in unseren Händen und gemeinsam mit Eivor machen wir uns auf den Weg.

Kaum setzen wir einen Fuß auf den eisigen norwegischen Boden, nimmt die Story auch bereits volle Fahrt auf. Wir plündern, brandschatzen und unsere Männer geben die ersten Gesänge zum Besten. Vieles in Assassin’s Creed Valhalla wirkt bekannt und gewohnt, aber schnell merken wir auch, dass es zahlreiche neue Spielmechaniken gibt, die auch von erfahrenen Assassinen erstmal ausgiebig erkundet werden wollen. Seien es nun die neuen Fähigkeiten, das neue Fertigkeitensystem oder Neuerungen während der Quests. Die Mechaniken wirken deutlich ausgereifter, durchdachter und vor allem auch besser ins Spielgeschehen integriert. Das gilt auch für die verschiedenen Storyelemente und Narrativen, die man im Verlauf von Assassin’s Creed Valhalla kennenlernt.

Assassin’s Creed Valhalla bietet eine lebedinge Spielwelt.

Eine Welt im Wandel

Gemeinsam mit unserem Bruder Sigurd reisen wir nach rund 5 Spielstunden schließlich nach England, um mit dem Rabenclan eine neue Heimat zu finden. Ab hier gilt es die Siedlung aufzubauen, Bündnisse zu schmieden, Klöster zu plündern und Assassinenaufgaben zu erledigen. Und genau hier besinnt sich Assassin’s Creed Valhalla auf alte Stärken zurück. Mit seinen Aufgaben, Rätseln und Puzzeln gelingt ein spielerischer Spagat, der immer wieder an alte Spiele der Reihe erinnert, ohne dabei neue Elemente und Ideen zu vernachlässigen.

Der neuste Teil der Reihe wartet zudem mit einer lebendigen und beeindruckenden Spielwelt auf, die zum Erkunden der schneebedeckten Gipfel, alten Burgen und grünen Wälder einlädt. Wer hier Flashbacks zu Skyrim oder Witcher 3 bekommt, hat definitiv einen vorzüglichen Spielegeschmack. Dass sich die Entwickler gegen eine komplette offene Spielwelt à la Odyssey entschieden haben, ist ihnen hoch anzurechnen und kommt der Karte definitiv zugute, denn hier gibt es wirklich an fast jeder Ecke etwas Neues und Spannendes zu entdecken. Wer komplett im Assassinen-Modus spielen möchte, wird es allerdings zunächst ein wenig schwer haben. Aktuell (Patch 1.0.2) sind die Wachen noch sehr aufmerksam und auch die Kletterpartien gestalten sich teilweise alles andere als leicht. Ob sich dies mit einem höheren Skill selbst korrigiert oder eventuell per Patch behoben wird, bleibt abzuwarten.

Überall in Assassin’s Creed Valhalla bieten sich Gelegenheiten zum Plündern.

Insgesamt krempelt Assassin’s Creed Valhalla die Serie spielerisch nicht um, aber zeigt sich als Resultat einer konsequenten Weiterentwicklung mit Rückbesinnung auf alte Stärken. Dieser gelungene Drahtseilakt macht Valhalla zum vermutlich besten Spiel des aktuellen Arcs.
Skål!

Autor:

Gamer, Wortjongleur und Global Moderator für Ubisoft seit 2015, an verschiedenen Projekten und hauptsächliche an der Marke "Assassin's Creed" ehrenamtlich tätig.

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